Zertifiziertes Fachunternehmen nach DVGW-Blatt 120

Mitglied im sächsischen Baugewerbeverband SBV e.V.

Innungsmitglied der Leipziger (sächsischen) Brunnenbauinnung

Eingetragen in der Handwerksrolle der HWK Dresden

Erdwärme

Wir erfüllen die Anforderungen für die Förderung der BAFA und sind nach DVGW W 120-2 zertifiziert

Heizen mit Erdwärme –
klimafreundlich, zukunftssicher, wartungsarm

Wer auf Erdwärme setzt, investiert auch in die Zukunft. Diese Bauherren verwenden bereits heute ein innovatives und zukunftssicheres Heizsystem und profitieren von der Unabhängigkeit von fossilen Energiequellen.
Ein weiterer Pluspunkt die Möglichkeit die Erdwärme sowohl zum Heizen und/oder Kühlen und zur Warmwasserbereitung zu nutzen.
Kein Wunder, dass die Erdwärme sich im Alt- wie im Neubau immer mehr durchsetzt.

Erdwärme ist überall vorhanden, unabhängig von Jahreszeiten und Witterungseinflüssen. Für die Nutzung der Erdwärme werden in senkrechte Bohrungen Rohre installiert (meist Doppel-U-Rohre aus PE).

Die Wärmepumpe wird in der Regel mit Strom betrieben. Das Funktionsprinzip entspricht grob gesagt dem des Kühlschrankes, wo Nahrungsmitteln Wärme entzogen und über die Rückseite an die Raumluft abgegeben wird. Die Wärmepumpe nutzt die Wärme aus dem Erdreich, wobei die Temperatur in oberflächennahen Schichten bis 100m ca. 11°C beträgt.
Die in den Sonden zirkulierende Wärmeträgerflüssigkeit nimmt diese 11°C auf und bringt sie zum Verdichter in der Wärmepumpe, wo die Temperatur je nach Bedarf erhöht wird.

Ihre Kinder kennen sicher „Willi wills wissen“ aus dem Fernsehen. Von Willi Weitzel gibt es auch einen schönen Film über Erdwärme, so erklärt, dass es die ganze Familie versteht. http://www.leonhardt-kern.de/news/67-willi-will-erdwaerme.html

Wie gut das Wärmetransportvermögen zwischen der Sonde und dem Untergrund ist, wird von der Länge der Erdwärmesonde, dem thermischen Widerstand der Sondenrohre, sowie der Qualität des Verfüllmaterials rund um die Sonde bestimmt.
Werden diese Fakten vernachlässigt, schlägt sich das negativ auf den Wirkungsgrad der gesamten Erdwärmeanlage nieder, die Anlage kann nicht effektiv arbeiten.



Unsere Leistungen:



  • Wir bieten Ihnen auf Wunsch Komplettleistungen an, von der ersten Beratung bis zur fertigen Heizungsanlage. Ihr Vorteil: Sie haben nur einen Ansprechpartner.
    Hierfür arbeiten wir mit erfahrenen Heizungsbauern zusammen.
  • Einholung der erforderlichen Genehmigungen für Ihr Erdwärmeprojekt
  • Hammerbohrungen oder Spülbohrungen, je nach Geologie
  • Entnahme der geforderten Bodenproben und die entsprechende Kennzeichung
  • Einbau der Erdwärmesonden inkl. aller vorgeschriebenen Prüfungen
  • Abschlussdokumentation zur Vorlage bei den Fachbehörden
  • Wir können auf ein Netzwerk von Energieberatern und qualifizierten Heizungsbauern zurückgreifen, sodass sich bei Bedarf unser Leistungsspektrum von der Erstberatung über die Planung und Durchführung bis hin zur Inbetriebnahme der Anlage erstreckt.



Was macht den Unterschied...

zwischen billig angebotenen Geothermie- (Erdwärme-)Bohrungen und seriösen Angeboten qualifizierter Bohrunternehmen?

Bohrungen für Erdwärme werden zu höchst unterschiedlichen Preisen angeboten. Worin liegt der Unterschied? Wo liegt die Gefahr auf Billiganbieter reinzufallen?

Wichtig ist:



  • die eingesetzte Bohrtechnik muss sicherstellen, die Bohrung in die vorgesehene Tiefe zu bringen.
  • ein ausreichender Durchmesser, welcher nicht nur den Einbau der Erdwärmesonde, sondern auch eine ausreichende Verpressung zulässt.
  • die Kompetenz des Bohrteams, erfahrene und fachlich gut geschulte Bohrgeräteführer und Bohrhelfer kommen auch mit schwierigen geologischen Verhältnissen klar.
  • die Konstruktion und Verarbeitung der Sonden und des Sondenkopfes. Die Erdwärmesonden bleiben mehr als 50 Jahre in Betrieb, 2-3 mal so lange wie die Wärmepumpe. Hier zu sparen wäre falsch.
  • die Verwendung hochwertiger Verpressmaterialien um die Wärmeleitung zwischen Gebirge und Erdwärmesonde sicher zu stellen. Der Mehrpreis für Verpressmaterialien mit hoher Wärmeleitfähigkeit macht sich auf die Betriebsjahre gerechnet auf jeden Fall bezahlt.
  • die vollständige Verpressung (das Einbetonieren) der Erdwärmesonden, um zu verhindern, dass verunreinigtes Oberflächenwasser in das Grundwasser eintritt. Grundwasserschutz ist eine Generationsverpflichtung! Es ist anzunehmen, dass Erdwärmesonden- und Brunnenbetreiber in den kommenden Jahren für Verunreinigungen durch undichte Bauwerke verstärkt zur Verantwortung gezogen werden.
  • die Durchführung einer abschließenden Druckprüfung der Erdwärmesonden.

Angesichts der Folgekosten beim Betrieb der Heizungsanlage und der Gefahr von irreparablen Fehlern, kann der anfangs billige Preis für Bohrung für Erdwärmesonden den Betreiber teuer zu stehen kommen. Vor allem angesichts der Vielzahl an Fehlerquellen, die ein Laie ohnehin nicht überblicken kann.

Betriebsweisen einer Wärmepumpe

Gute elektrisch betrieben Wärmepumpen machen aus einer Kilowattstunde Strom bis zu 4,5 Kilowattstunden Nutzwärme. Das Verhältnis von eingesetzter Energie zu produzierter Energie nennt man Jahresarbeitszahl. Bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung der Anlage spielt sie eine Rolle, genauso wie bei der Vergabe von Fördermitteln. Hier muss sie deutlich über drei liegen.

Monovalent
Die Wärmepumpe ist alleiniger Wärmeerzeuger, sie deckt also 100% des Wärmebedarfs ab

Bivalent
neben der Wärmepumpe wird eine zweite Energiequelle (z.B. ein Gas- oder Ölkessel) genutzt, um den Wärmebedarf abzudecken

Monoenergetisch
eine elektrische Zusatzheizung ergänzt bei Bedarfsspitzen die Wärmepumpe. In die Anlage werden Elektroheizstäbe als zweiter Wärmeerzeuger installiert.

Wärmepumpen: Erdsonde, Flächenkollektor, Wasser, oder Luft?




Luftwärmepumpe:
Tatsache ist: Die Luft ist dann am kältesten, wenn der Wärmebedarf am Größten ist. Für die monovalente Nutzung kommt diese Variante deshalb nur bei Niedertemperaturhäusern in Frage. Im modernisierten Altbau muss die Wärmepumpe durch einen Heizstab unterstützt werden, was allerdings die Energiebilanz deutlich verschlechtert.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe:
Über einen Saugbrunnen wird Grundwasser entzogen und über einen sogenannten Schluckbrunnen das Wasser zurück in die Erde gebracht. Das Grundwasser muss eine für den Wärmepumpenbetrieb entsprechende Qualität haben.

Flächenkollektor:
Kunststoffrohre werden flächig etwa einen Meter tief in der Erde verlegt, das heißt, man braucht ein relativ großes Grundstück. Die Vegetation auf dieser Fläche wird durch die entzogene Erdwärme deutlich zurückbleiben.

Erdsonden:
Bohrungen werden in der Regel bis 140m tief in die Erde gebracht. Die Wärmepumpen zeichnen sich durch hohe Leistungs- und Arbeitszahlen, und einen geringen Energieverbrauch, sowie niedrige Betriebskosten aus. Alle Bohrungen sind genehmigungspflichtig, über 100m auch beim Oberbergamt. Um alle Genehmigungen kümmern wir uns.
Übrigens: mit Erdsonden kann man nicht nur heizen, sondern im Sommer auch kühlen!

Erdwärme- Gefahr durch Arteser?

Bei Erdwärme- oder Geothermiebohrungen können sogenannte „Arteser", auch artesische Brunnen genannt, angetroffen werden.
Spätestens nachdem in den Medien Bilder von Wiesbaden gezeigt wurden, wo bei einer geothermischen Versuchsbohrung Wasser scheinbar unaufhaltsam durch die Straßen lief, sind Arteser ein Begriff der nichts Gutes verheißt.

Was ist eigentlich ein Arteser?
Bei einem Arteser steht das Grundwasser unter Druck. Hierbei ist der Druck so hoch, dass das Grundwasser bis zur Erdoberfläche oder höher aufsteigt.
Der Grundwasserleiter ist meist durch eine grundwasserundurchlässige Gesteinsschicht zur Erdoberfläche hin abgedichtet. Bohrt man diese Schicht an, so steigt das Grundwasser im Bohrloch bis zur Höhe des freien Grundwasserspiegels in der wasserführenden Schicht. Ist dieses Niveau höher als der Bohransatzpunkt, „spritzt“ das Grundwasser aus dem Boden.
Bei geringem Druck kann meist ein Auslaufen des Grundwassers etwa durch Verlängern der Hilfsverrohrung, verhindert werden und die Bohrung kann dann unproblematisch mit speziellem Verpressmaterial verschlossen werden. Für den Fall, dass unter höherem Druck stehende Arteser angetroffen werden, halten wir spezielle Packer, die mit Druckluft aufgeblasen werden und so das Bohrloch verschließen vor.

Viele Gebiete in denen Arteser vorkommen können sind bekannt und die Genehmigungsbehörden schreiben dort das Vorhalten geeigneter Abdichtungsmaßnahmen vor. Das Risiko, einen Arteser anzubohren lässt sich aber nie vollständig ausschließen.

Ein altes Bergmannssprichwort sagt:
„Vor der Hacke ist es dunkel“.

Glück auf!