Zertifiziertes Fachunternehmen nach DVGW-Blatt 120

Mitglied im sächsischen Baugewerbeverband SBV e.V.

Innungsmitglied der Leipziger (sächsischen) Brunnenbauinnung

Eingetragen in der Handwerksrolle der HWK Dresden

Warum ein Verteilerschacht?

Anbindung von Erdwärmesonden:
Tichelmann-Verfahren oder Erdwärmesondenverteiler?

Abhängig von Bedarf des Gebäudes werden oft mehrere Erdwärmesonden als Wärme- oder Kältequelle benötigt. Das Material Polyethylen (PE) garantiert eine lange Lebensdauer. In der Schweiz und Skandinavien sind Erdwärmeanlagen schon mehrere Jahrzehnte in Betrieb.

Welche Anforderungen werden an den Erdwärmeverteiler gestellt?



Die Erdwärmesonden werden an einem Verteilerbalken zusammengefasst, von dem aus nur der Vor- und Rücklauf ins Haus führen. Die Sondenverlängerung muss zum Verteiler hin ansteigen, denn im Verteiler wird eine Entlüftungsmöglichkeit vorgesehen. Die Sonden und die Verteileranlage müssen sorgfältig entlüftet werden. Da das PE-Material nicht absolut sauerstoffdicht ist und möglicherweise von Zeit zu Zeit sehr geringe Mengen Wärmeträgerflüssigkeit nachgefüllt werden müssen, ist eine Entlüftungsmöglichkeit so wichtig. Im schlimmsten Fall läuft eine Sonde gar nicht mehr, weil sich Luftblasen im System befinden.
Optimal ist, wenn die Sonden die gleiche Länge haben und jeweils den gleichen Abstand zum Verteiler. Ist dies nicht der Fall, muss für einen hydraulischen Abgleich gesorgt werden, hier kommen Taco-Setter zum Einsatz.

Erdwärmeverteiler im Schacht außerhalb des Gebäudes oder im Haus?



Der Verteiler soll sich außerhalb des Gebäudes in einem PE- oder Betonschacht befinden. Auf keinen Fall empfehlen wir den Verteiler im Haus anzubringen. Denn durch die Temperaturunterschiede zwischen Soleflüssigkeit und Raumluft gibt es fast immer Probleme mit Schwitzwasser.

Warum eine Verteileranlage statt der unterirdischen Tichelmann-Anbindung?



Der Betreiber behält die Kontrolle über die Funktionstüchtigkeit der Erdwärmesonden!

1. die Erdwärmesonden können entlüftet werden
2. der hydraulische Abgleich der Erdwärmesonden ist gewährleistet (Taco-Setter)
3. die einzelnen Sonden können bei Bedarf gewartet werden.
4. im Störfall kann man einzelne Sondenrohre z.B. mit einer Kamera befahren.
5. im Störfall ist die Fehlersuche über den Schacht und somit ohne Beschädigung des Gartens möglich
6. bei Bedarf lassen sich einzelne Sondenrohre am Verteiler absperren

Auch wenn Erdwärmesonden prinzipiell wartungsfrei sind und selten kaputt gehen, kann an einem Verteiler die Fehlerquelle gesucht und die Anlage optimiert werden, sollte eine Wärmepumpenanlage einmal nicht zufriedenstellend arbeiten.

Mit einer Anbindung nach Tichelmann ist das nicht möglich.